Was ein Burnout will

Mittwoch 09. September 2026

Der sogenannte Burnout ist das komplexe Resultat einer über längere Zeit aufrechterhaltenen Fehlanpassung. Er ist Ausdruck einseitiger Selbstwahrnehmung und einer dementsprechend zerstörerischen Interaktion mit sich selbst und der Welt. Aus einem falschen Selbstbild heraus formieren sich die Vorstellungen und Ansprüche, die man meint, erfüllen zu müssen.

Häufig sind besonders willensstarke, entschiedene Persönlichkeiten davon betroffen. Sie verfügen über ein Maß an Radikalität, das sie Gefahr laufen lässt, ohne Maß über ihre eigentlichen Bedürfnisse hinwegzugehen und Warnsignale allenfalls als unbedeutende Bodenwelle auf der Rennstrecke wahrzunehmen.

Sie opfern ihre Aufmerksamkeit und Lebensenergie auf dem Altar ihrer Ansprüche und Vorstellungen, und sie dienen dabei einer vermeintlichen Wahrheit, die mit ihrer tieferen Identität doch nur wenig zu tun hat. Es geht dabei nicht so sehr um das Arbeitspensum, sondern eher um die Art und Weise, in der man sich einem inneren Regime unterwirft.

Gemeinsam ist dem Burnout-Erleben die Entfremdung von inneren Quellen. Das Leben zieht sich zurück, es macht nicht mehr mit, Perspektiven verdunkeln sich.

Der Themenabend beleuchtet das Phänomen Burnout aus therapeutischer Sicht. Er zeigt Wege auf, ihm zuvorzukommen und wieder in Kontakt mit den eigenen Ressourcen zu kommen – und zurückzufinden zu Lebendigkeit, Spontaneität, innerer Weite und Freude am Dasein.

 

 

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